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Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe)

Der Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe) gehört zur Gattung der Enziane (Gentiana). und ist die "Wappenpflanze" der Naturschutzgruppe Wietzendorf.

Wir freuen uns, dass es bei uns noch einen kleinen Bestand dieser seltenen, stark gefährdeten Pflanze gibt.

 

Beschreibung:

LungenenzianDie Pflanze wird etwa zwischen 15 bis 40 cm hoch, kann in Brachen aber auch eine Höhe von bis zu 1 m erreichen. Der Stängel ist aufrecht und ein- bis mehrblütig (wenn mehrblütig, dann 1–3 Blüten an der Stängelspitze, die übrigen einzeln in den Achseln der oberen Laubblätter). Die langen tiefblauen, trichterförmigen Blüten werden 4 bis 5 cm lang. Die Laubblätter sind einnervig und schmaler als 1 cm. Samen ungeflügelt. Die Laubblätter besitzen eine eilanzettliche bis linealische Form und sind am Rand meist etwas umgerollt. Die Krone wird 25–50 mm lang und kann 5 grünliche Längsstreifen aufweisen. Blütezeit ist je nach Blühsippe von Juni bis Oktober.

Quelle: Wikipedia

Besonders spannend ist die Biologie des Lungenenzian-Ameisenbläulings Ameisenblaeuling(Maculinea alcon), einem kleinen Tagfalter, der beispielhaft für die hochkomplizierten Zusammenhänge in der Natur steht.

Entwicklung des Lungenenzian-Ameisenbläulings:

Eier des Lungenenzian-AmeisenbläulingsDie Weibchen legen mehrere ihrer Eier locker verteilt an die Knospen, selten auch auf Blätter und Stängel, der Futterpflanzen ab. Die Eier sind weiß und etwas abgeflacht. Sie sind deutlich auf den Pflanzen sichtbar und erwecken den Anschein eines Pilzbefalls. Die Raupen fressen sich während des Schlüpfens in das Pflanzeninnere ein und ernähren sich im Fruchtknoten von den Samen und deren Anlagen. Nach zwei bis drei Häutungen fressen sie sich einen Weg nach draußen und fallen zu Boden. Durch die Imitation von Duftstoffen und der chemischen Oberflächenstruktur ihrer Außenhaut werden sie hier von zwei verschiedenen Arten der Knotenameisen (Myrmica ruginodis und Myrmica rubra) aufgesammelt und in deren Nest getragen. Indem die Raupen die Haut ihrer Wirtslarven nachahmen, lassen sich die Ameisen von den parasitären Schmetterlingen täuschen: sie halten die Raupen für eigene Larven. Bis zum darauffolgenden Frühling leben sie in deren Nestern und werden von ihnen bevorzugt gefüttert. Sie verpuppen sich im Inneren des Nestes. Nach dem Schlüpfen bleibt den Faltern nicht viel Zeit für die Flucht, denn sie besitzen keine Duftstoffe, die sie vor den Ameisen schützen. Für die betroffenen Ameisenarten kann der Parasitenbefall zu einer Verkleinerung der Kolonie führen, da die bevorzugte Fütterung der Schmetterlingslarven den eigenen Nachwuchs gefährdet. Die Raupen können ihrerseits innerhalb des Ameisenbaus durch die parasitisch lebende Schlupfwespenart Ichneumon eumerus befallen werden. Deren Weibchen legen ihre Eier in den Raupen ab, die daraus schlüpfenden Larven entwickeln sich dann in den Raupen und töten sie.